Gerber: „Boryszew ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region“

Wirtschaftsminister informierte sich vor Ort über geplanten Wiederaufbau des Werkes

Prenzlau, 15. Februar 2016. Wirtschaftsminister Albrecht Gerber hat sich heute in Prenzlau mit der Geschäftsführung der Boryszew Oberflächentechnik Deutschland GmbH getroffen, um sich vor Ort über den Sachstand zum Wiederaufbau des Werkes zu informieren. Im April 2015 war die Prenzlauer Betriebsstätte des Automobilzulieferers Boryszew in weiten Teilen abgebrannt. Im November entschied die Firmenzentrale in Warschau, das Werk in Prenzlau wieder zu errichten und zudem zu erweitern.

Unterdessen hat Boryszew ein neues Grundstück in Prenzlau gekauft, auf dem das Werk errichtet werden soll. Geplant ist der Bau einer 16.000 Quadratmeter großen Produktionshalle zur Herstellung von Kunststoffprodukten für die Automobilindustrie. Mehr als 21 Millionen Euro will Boryszew in den Wiederaufbau investieren. Das Wirtschaftsministerium, das die Firma gemeinsam mit der ZukunftsAgentur Brandenburg intensiv begleitet hat, fördert die Investition mit knapp 4,2 Millionen Euro aus der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).  

„Ich bin sehr froh, dass das Werk in Prenzlau wieder aufgebaut wird – und das nicht zuletzt deshalb, weil Boryszew hier auf gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter setzen kann“, sagte Gerber. Die Firma, die hier bis zu dem verheerenden Brand vielfältige Teile für die Automobilindustrie produzierte, ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Im neuen Werk sollen zusätzlich zu den bisherigen rund 230 Arbeitsplätzen weitere 70 Stellen geschaffen werden. „Wenn die Firma im nächsten Jahr in Prenzlau wieder richtig durchstarten kann, wird sie der Uckermark auch wieder wichtige wirtschaftliche Impulse geben“, unterstrich der Minister.

Die Hauptstadtregion hat sich in den vergangenen Jahren zu einem „Autoland“ entwickelt. In Berlin-Brandenburg sind in der Branche weit mehr als 200 Unternehmen mit mehr als 20.000 Beschäftigten sowie zahlreiche universitäre und außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen ansässig. Im Rahmen der gemeinsamen Innovationstrategie von Brandenburg und Berlin bildet der Bereich „Verkehr, Mobilität und Logistik“ einen von fünf Branchenschwerpunkten.

letzte Änderung am 15.02.2016