Gerber: Mikrokredit Brandenburg kommt bei Unternehmen gut an

Minister und ILB ziehen erste Bilanz: Schon 95 Anträge bis Ende 2016 bewilligt

Potsdam, 31. Januar 2017. „Mit dem Mikrokredit Brandenburg haben wir bei märkischen Handwerkern, Gewerbetreibenden und Freiberuflern offensichtlich einen Nerv getroffen. Von Anfang April bis Ende Dezember 2016 wurden bereits 95 Anträge mit einem Gesamtvolumen von gut zwei Millionen Euro bewilligt, zahlreiche weitere Anträge sind aktuell in der Bearbeitung. Das ist mehr, als wir erwartet haben. Darüber freuen wir uns. Denn wir wollen, dass gerade kleine Unternehmen ihre guten Ideen umsetzen und wachsen können. Das gelingt nur, wenn ihnen ausreichende Finanzmittel zur Verfügung stehen.“ Das erklärte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber heute in Potsdam. Auf einer Pressekonferenz zog der Minister eine erste Bilanz des im Frühjahr 2016 gestarteten neuen Finanzierungsprogramms, das von der Investitionsbank des Landes Brandenburg gemanagt wird.

Den „Mikrokredit Brandenburg“ in Anspruch nehmen können Kleinstunternehmen ebenso wie mittlere Unternehmen bis zu zehn Jahre nach der Gründung. Das Programm richtet sich an Existenzgründer, Unternehmensnachfolger sowie an Unternehmer im Nebenerwerb. Sie können mit Hilfe des Mikrokredits beispielsweise Betriebsmittel erwerben, investieren oder Aufträge und Projekte vorfinanzieren. „In der Vergangenheit konnten gerade kleine Firmen das oftmals nur stemmen, weil sie private Geldquellen angezapft oder Lieferantenkredite bekommen haben“, hob Minister Gerber hervor.

Olav Wilms, Leiter des Förderbereichs Eigenkapital/Gründung in der ILB, fügte hinzu: „Der Mikrokredit Brandenburg hat eine Lücke gefüllt, das Finanzierungsinstrument reiht sich ideal in die Förder- und Finanzierungsangebote für Existenzgründer und junge Unternehmen in Brandenburg ein. Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Brandenburger Kammern sowie dem MWE für die gute Zusammenarbeit. Deren Mitarbeiter unterstützen die ILB als fachkundige Stellen bei der inhaltlichen Bewertung der Vorhaben.“ 

Beantragen können Unternehmen ein verzinsliches Kleindarlehen ab 2.000 Euro bis maximal 25.000 Euro. Der Kredit wird komplett in einer Summe ausgezahlt. Die Laufzeit beträgt bis zu fünf Jahre. Der Zinssatz liegt aktuell bei  1,77 Prozent. Getilgt wird in monatlichen Raten, die flexibel gestaltet werden können. Die Zeit von der Antragstellung bis zur Auszahlung des Kredits liegt im Durchschnitt derzeit bei vier Wochen.

Gestartet ist der Mikrokredit Brandenburg mit einem Fondsvolumen von zehn Millionen Euro, davon sind acht Millionen Euro Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und zwei Millionen Euro Landesmittel.

Nähere Infos über das Programm unter: www.mikrokredit.brandenburg.de

Infos zu den Firmen, die in der Pressekonferenz vertreten sind:

Die Anlagenbaufirma AMM Service GmbH aus Fürstenwalde nutzt den Mikrokredit für den Ausbau ihrer Produktlinie. Mit der Hälfte des Geldes wird die Herstellung von Filtern für einen Großkunden zwischenfinanziert. Mit der anderen Hälfte werden neue Gussmodelle für Sicherheitsarmaturen im Gasbereich erstellt.

Die Firma „Rad der Stadt“ aus Prenzlau verwendet den Mikrokredit für die Erweiterung ihres Fahrrad-Handels und -Verleihs um eine Fahrrad-Pension mit zwölf Betten. Darüber hinaus möchte das Unternehmen individuelle Fahrradtouren erstellen.

Juliane Daum nutzt den Kredit für die Ausstattung ihrer neuen Tanzschule in Neuruppin (Anschaffung von Parkett, Musikanlage etc.). Die Sozialpädagogin ist hauptberuflich im Oberstufenzentrum Ostprignitz-Ruppin tätig, nebenberuflich arbeitet sie seit mehreren Jahren als Tanzlehrerin und Choreografin.  

  

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letzte Änderung am 31.01.2017