„Der beste Nachwuchs ist der, den man selbst ausgebildet hat“

Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer heute bei der JOBinale in Potsdam

Potsdam, 15. März 2017. „Die JoOBinale bietet jungen Leuten eine gute Gelegenheit, das große Spektrum der Berufe in Handwerk und Industrie, im Handel und im Bereich der Dienstleistungen kennenzulernen - und dabei vielleicht  ihren Traumberuf zu entdecken. Denn nur wenige wissen, dass man im Land Brandenburg rund 290 Berufe erlernen kann. Aber noch wichtiger ist die Messe mittlerweile für die Betriebe selbst. Bietet sie ihnen doch die Chance, künftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Denn die Fachkräftesicherung ist eine der größten Herausforderungen für die brandenburgische Wirtschaft. Und der beste Nachwuchs ist der, den man selbst ausgebildet hat. Umso wichtiger ist, dass Unternehmen, die Auszubildende und Fachkräfte suchen, und junge Leute, die sich für eine Berufsausbildung in der Region interessieren, einander frühzeitig kennenlernen.“ Das sagte der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Hendrik Fischer heute zur Eröffnung der Ausbildungs- und Jobmesse „JOBinale 2017“. Die Veranstaltung findet zum 13. Mal statt und ist die größte Messe dieser Art im Raum Potsdam, Potsdam-Mittelmark und Brandenburg an der Havel.

Der Staatssekretär appellierte an die Unternehmen, bei der Suche nach Lehrlingen stärker „über den Tellerrand zu schauen“. Wer es mit der Fachkräftesicherung ernst meine, müsse bereit sein, auf neue Zielgruppen zuzugehen. „Manche Jugendliche haben Ecken und Kanten im Lebenslauf. Doch wer ihnen die Hand reicht, gewinnt möglicherweise sehr loyale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Fischer. Zudem seien viele der nach Brandenburg gekommenen Flüchtlinge hoch motivierte junge Menschen, die arbeiten wollen. Zwar bringe es „einiges an Papierarbeit“ mit sich, einen Flüchtling anzustellen, das Land biete hier aber Hilfe an. Beispielhaft verwies der Staatssekretär auf die vom Wirtschafts- sowie vom Arbeitsministerium geförderte „bea-Brandenburg – Betriebliche Begleitagentur“. Die bea unterstützt besonders kleine und mittlere Unternehmen, die bereit sind, motivierte Flüchtlinge bis zum Alter von 30 Jahren in Ausbildung oder Beschäftigung zu übernehmen.  

letzte Änderung am 15.03.2017