Medienwirtschaft noch stärker mit Informationstechnologien verbinden

Wirtschaftsminister Gerber spricht im Landtag über Medienpolitik als Querschnittaufgabe

Potsdam, 5. April 2017. „Berlin-Brandenburg hat sich zu einem führenden Medienstandort in Deutschland entwickelt. Die Zahl der Unternehmen in der Medienwirtschaft ist in den vergangenen Jahren ebenso kontinuierlich gestiegen wie deren Umsatz. Viele der in Brandenburg produzierten und vom Medienboard geförderten Filme haben große internationale Strahlkraft und tragen zu einem guten Image Brandenburgs bei. Damit der Medienstandort weiter Erfolg hat, müssen sich die Unternehmen für das digitale Zeitalter rüsten. Dabei gilt es insbesondere, die Medienwirtschaft mit den Potenzialen der Informationstechnologien zu verbinden und die Wissenschaft noch stärker einzubinden.“ Das erklärte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber heute im Landtag. Mit der Digitalisierung vieler Lebens- und Arbeitsprozesse ergäben sich auch neue Herausforderungen für das Bildungswesen, sagte Gerber. Daher stelle Medienpolitik eine Querschnittaufgabe der Landespolitik dar.

In Babelsberg würden Medien- und IT-Wirtschaft bereits immer stärker zusammenwachsen, betonte der Minister. Gute Zukunftschancen für den Standort sehe er beispielsweise im Bereich Virtual Reality (VR), „weil Anwendungen für Kunden aus der Industrie hochinteressant sind“. VR sei mehr als eine Technologie. „Das ist ein interdisziplinärer Aufbruch, der für viele Branchen ungeahnte Möglichkeiten bietet“, sagte Gerber. Als dynamisch wachsender Wirtschaftszweig finde VR am internationalen Medienstandort Babelsberg ideale Bedingungen vor. Dort werden die Kompetenzen im Ende 2016 gegründeten und vom Land geförderten  Netzwerk „Virtual Reality/Augmented Reality Berlin-Brandenburg“ gebündelt.

Gerber verwies darauf, dass in den Babelsberger Studios große Produktionen entstünden, an der Filmuniversität Babelsberg der Kreativnachwuchs studiere und das Hasso-Plattner-Institut exzellente Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich der Informationstechnologien biete. Nicht zuletzt durch die neue Fakultät für „Digital Engineering“, eine gemeinsame Einrichtung der Universität Potsdam und des Hasso-Plattner-Instituts, werde die Leistungskraft des Standortes weiter gestärkt.

„Zudem haben sich alle Akteure am Standort beworben, um von der Bundesregierung als Digital Hub für Medientechnologien anerkannt zu werden“, informierte Gerber. Neben den fünf bereits bestehenden Digital Hubs wird das Bundeswirtschaftsministerium demnächst noch sieben weitere Hubs auswählen. „Wenn alles klappt und Babelsberg als einer von dann bundesweit zwölf Digital Hubs vom Bund gezielt unterstützt wird, wäre das eine tolle Chance“, hob der Minister hervor. Zumal die Medienstadt Babelsberg wie gemacht sei für diese Initiative: „Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es eine solche Nähe zwischen Medienwirtschaft und Forschung, auch im Sinne einer gelebten Kooperation“, unterstrich Gerber.  

letzte Änderung am 05.04.2017