Brandenburg - Internationales
Internationalität entwickelt sich verstärkt zu einem Grundpfeiler für wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit, gesellschaftliche Stabilität und Frieden. Krisen machen uns bewusst, dass die Weltgemeinschaft näher zusammenrücken muss. Das bringt neue Herausforderungen mit sich, bietet aber auch große Chancen. Die Landesregierung engagiert sich auf vielfältige Weise in internationalen Angelegenheiten. Herausragende Bedeutung hat die Zusammenarbeit mit Polen, die ausdrücklich in der Landesverfassung verankert ist sowie mit vielen Regionen unserer mittel- und osteuropäischen Nachbarn. Weitere wichtige Partner für Brandenburg sind die GUS-Länder, insbesondere Russland und Belarus, Israel, die westeuropäischen Staaten (Großbritannien, Frankreich, Italien, Niederlande), Nordamerika sowie China und Japan. ausführlich
Links zu den Schwerpunktländern:
Polen | Ungarn | Rumänien | Ukraine | Russische Föderation | Belarus | Ile de France und Masowien |Israel |Japan | China | USA/Kanada | Großbritannien | Italien
Durch klicken auf die Ländernamen kommen Sie auf die Seite der jeweiligen Botschaft
Mittel- und osteuropäischen Staaten
Polen
Brandenburg hat mit 250 km die längste Grenze eines deutschen Bundeslandes zu Polen. Besonders enge Kontakte werden zu den unmittelbar angrenzenden Regionen Lubuskie und Zachodniopomorskie unterhalten. Im Mittelpunkt stehen Fragen der grenzüberschreitenden Infrastruktur sowie der kommunalen und euroregionalen Zusammenarbeit.In den Partnerwojewodschaften Wielkopolskie und Dolnoslaskie wurden Partnerschaftsbeauftragte eingesetzt, die als Ansprechpartner fungieren und Kooperationsprojekte vorantreiben.ausführlich
Ungarn
Auf der Grundlage einer Gemeinsamen Erklärung arbeitet Brandenburg in Ungarn mit dem Komitat Jasz-Nagykun-Szolnok seit 1996 zusammen. Besonders engagiert sich hierbei der Landkreis Teltow-Fläming. Die Zusammenarbeit auf Landesebene wird insbesondere im Rahmen des brandenburgisch-ungarischen Wirtschaftsforums entwickelt. Der politische Austausch ist intensiv. Ministerpräsident Matthias Platzeck besuchte Ungarn mehrfach. Auf seine Initiative hin wurde 2008 die Brandenburgisch-Ungarische Gesellschaft gegründet. Die 16. Jahrestagung des Deutsch-Ungarischen Forums fand 2006 in der brandenburgischen Landesvertretung in Berlin im Beisein beider Außenminister statt.
Rumänien
Im Rahmen mehrjähriger Twinning-Projekte der EU zur Förderung von Verwaltungspartnerschaften entsandte Brandenburg Lang- und Kurzzeitexperten nach Rumänien, insbesondere zur Erarbeitung von Planungsgrundlagen in der Region Centru. Die mit der Region aufgenommene Zusammenarbeit entwickelt sich lebendig. 2008 setzte die Landesregierung in der Region eine Partnerschaftsbeauftragteein.
Ukraine
Das Land Brandenburg ist seit 1993 mit einer Gemeinsamen Erklärung über wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Region Dnepropetrowsk verbunden. Begegnungen mit der Partnerregion fanden in den letzten Jahren im Rahmen der Hannover-Messe statt. Kontakte bestehen darüber hinaus seit 2008 zwischen der Fachhochschule Brandenburg und der Technischen Universität Poltawa, welche in eine Kooperationsvereinbarung münden sollen.
Russische Föderation
Brandenburg pflegt seit 1994 partnerschaftliche Beziehungen zum Kaliningrader Gebiet , welche durch eine Vielzahl von Personen und Institutionen getragen werden. In einer Arbeitsgruppe mit dem Moskauer Gebiet werden regelmäßig Themen von gemeinsamem Interesse erörtert. Brandenburg unterhält darüber hinaus enge Kontakte zur Stadt Moskau und zum Gebiet Kaluga. ausführlich
Belarus
Die Beziehungen zur Republik Belarus basieren auf wirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Kooperationen seit den frühen neunziger Jahren. Die vorsichtige Annäherung des Landes an die EU in den letzten Jahren erleichtert die Zusammenarbeit auch auf regionaler Ebene. Mehrere Besuche von Ministerpräsident Platzeck seit 2007 in Minsk haben zu einer Intensivierung der Kontakte Brandenburg-Belarus geführt. Wichtiger Partner für Brandenburg vor Ort ist die Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte (IBB) „Johannes Rau“ Minsk. ausführlich
Weitere internationale Beziehungen
Trilaterale Partnerschaft mit der Ile de France und Masowien
Frankreich nimmt im Außenhandel und bei Investitionen einen Spitzenplatz für die brandenburgische Wirtschaft ein. Mit der französischen Hauptstadtregion Ile de France verbindet Brandenburg eine Partnerschaft, die der Idee des Weimarer Dreiecks Rechnung tragend auch die polnische Hauptstadtregion Masowieckie umfasst.ausführlich
Israel
Das Land Brandenburg unterhält vielfältige und gute Beziehungen zum Staat Israel. Bei regelmäßigen Besuchen in Israel und den palästinensischen Gebieten führt Ministerpräsident Matthias Platzeck Gespräche zum Nahost-Friedensprozess. Auf der Grundlage von Schulpartnerschaften finden alljährlich Begegnungen zwischen israelischen und brandenburgischen Schülern sowie Lehrern statt. Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten arbeitet mit der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem zusammen und pflegt den Kontakt zu israelischen Holocaust Überlebenden aus Brandenburg. ausführlich
Japan
Die Partnerschaft mit der Präfektur Saitama, der prosperierenden Stadtumlandregion Tokios, wurde im August 1999 geschlossen. Hervorhebenswert sind hierbei die kommunalen Partnerschaften Niiza-Neuruppin, Hachioji-Wriezen sowie die Schulpartnerschaft des Ludwig-Leichhardt-Gymnasiums Cottbus mit der Omiya High School. Im Jahr 2011 werden mit dem 150 jährigen Jubiläum des Abschlusses des preußisch-japanischen Vertrages die historischen Beziehungen zwischen der Region Berlin-Brandenburg und Japan gewürdigt werden.
China
Die Provinz Hebei ist die Stadt-Umland Region um Peking, www.german.china.org.cn mit ca. 68 Millionen Einwohnern. Seit Mitte der 90iger Jahre war der Brandenburgische Ministerpräsident verschiedentlich in Begleitung von Wirtschaftsdelegationen nach China gereist. Am 16. 6. 2005 hat Brandenburg mit den Partnern in Hebei ein Memorandum unterzeichnet, mit dem der Austausch auf den Gebieten der Wirtschaft, des Handels, der Wissenschaft und der Technologie mit dem Ziel beschrieben wurde, nach einer positiven Entwicklung der Kontakte weitere Formen der Zusammenarbeit zu prüfen. ausführlich
USA / Kanada
US- Investoren, insbesondere aus Hightech-Branchen wie erneuerbare Energien und Biotechnologie sind verstärkt an Ansiedlungen in Brandenburg interessiert. Im Juni 2008 reiste Wirtschaftminister Junghanns in die USA, um aktive Investorenwerbung zu betreiben. Er besuchte u.a. die weltgrößte Biotechnologiemesse in San Diego. Kanada: Ein kanadischer Schienenfahrzeughersteller und weitere Investoren aus dem Bereich der Luft- und Raumfahrtindustrie sind in Brandenburg stark repräsentiert. Durch kanadische Investitionen wurden in Brandenburg mehrere tausend Arbeitsplätze geschaffen.
Großbritannien
Sowohl bei Exporten als auch Importen stellt das Vereinigte Königreich einen der wichtigsten Handelspartner für Brandenburg dar. Bedeutsam ist insbesondere die Ansiedlung eines Triebwerkherstellers in Dahlewitz. Mit den hier entwickelten und hergestellten höchstmodernen Turbinentriebwerken zählt das Unternehmen weltweit zu den Marktführern.
Italien
Neben dem intensiven Austausch von Waren zwischen Brandenburg und Italien haben in den letzten Jahren verstärkt italienische Investoren den Weg nach Brandenburg gefunden, das namhafteste ist RIVA-Stahl Henningsdorf. Auf europäischer Ebene und in Netzwerken arbeiten brandenburgische und italienische Partner gemeinsam mit dem Ziel, Schwerpunktbranchen weiter voranzubringen . Unter anderem deshalb wurde im Juni 2008 der erste „Brandenburg-Italientag“ in Potsdam durchgeführt. Das Unternehmertreffen unterstrich vor allem Potenziale weiterer Zusammenarbeit im Bereich Solarindustrien. Insbesondere die Region Piemonte zeigte großes Interesse am Ausbau wirtschaftlicher Kontakte zu Brandenburg.


Seite drucken